Das „Berliner Netzwerk gegen Verschwörungserzählungen“
Seit 2023 koordiniert entschwört. das „Berliner Netzwerk gegen Verschwörungserzählungen“. Das zivilgesellschaftliche Netzwerk vereint Expertise aus dem Bereich der politischen Bildung sowie Beratung im Kontext von Verschwörungserzählungen. Im Oktober 2022 ist das Netzwerk mit einem Fachtag das erste Mal in die Öffentlichkeit getreten.
Save the Date!
Das „Berliner Netzwerk gegen Verschwörungserzählungen“ lädt zu seinem 5. Fachtag ein, der dieses Jahr den Phänomenbereich christlich-fundamentalistischer Strömungen und deren Verflechtungen mit rechtsextremen, verschwörungsideologischen sowie weiteren antidemokratischen Milieus in den Fokus nimmt.Save the Date!
Auf dem Podium werden zu Anfang Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis inhaltich in das Thema einführen. Am weiteren Vormittag stehen Analysen der Zusammenhänge zwischen Verschwörungsdenken, Demokratiefeindlichkeit und religiösem Fundamentalismus im Zentrum. Darauf aufbauend werden am Nachmittag praxisorientierte Ansätze zur Sensibilisierung und Aufklärung sowie konkrete Präventions- und Interventionsstrategien für die (berufliche) Praxis thematisiert. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Umgang mit Desinformation, der Bedeutung sozialer Medien sowie der Reaktivierung traditioneller Wertevorstellungen, die zur Verbreitung reaktionärer Narrative und zur Entsolidarisierung gegenüber marginalisierten Gruppen beitragen können.
Auf dem Podium sitzen dieses Jahr:
- Dr. Cynthia Freund-Möller (Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft/ IDZ)
- Dr. Bianca Liebrand (Sekteninfo NRW)
- PD Dr. theol. Martin Fritz (Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen/ EZW)
Der Fachtag richtet sich an Fachkräfte aus Bildung, Beratung und Zivilgesellschaft sowie an alle Interessierten und bietet Raum für fachlichen Austausch, die Reflexion eigener Handlungsmöglichkeiten und die Stärkung professioneller Handlungssicherheit im Umgang mit entsprechenden Phänomenen im Arbeitsalltag.
Veranstaltungsort ist die Landeszentrale für politische Bildung, Hardenbergstr. 22-24, 10623 Berlin
Die Veranstaltung ist als Bildungszeit im Sinne des § 10 Abs. 1 Satz 3 BiZeitG anerkannt.
Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus in Berlin (MBR)
Die MBR befasst sich mit Verschwörungsideologien, deren Akteur*innen, aktuellen Entwicklungen und Verbindungen zu anderen Phänomenbereichen. Die MBR beobachtet verschwörungsideologische Versammlungen und hält laufend aktualisierte Analysen bereit. Die langjährige Expertise ist Grundlage von Seminaren für alle, die sich inhaltlich mit dem Thema auseinandersetzen möchten. Personen, die privat oder beruflich mit Verschwörungserzählungen konfrontiert sind, bietet die MBR fachliche Einschätzung und Unterstützung bei der Entwicklung individueller Handlungsstrategien.
ADA – Ausstiegs-, Distanzierungs- und Angehörigenberatung
ADA bietet eine kostenlose und vertrauliche Beratung, die auf Wunsch auch aufsuchend oder via zoom realisiert werden kann. Die Beratungsstelle des Brandenburgischen Instituts für Gemeinwesenberatung möchte insbesondere dabei helfen, die Situation und mögliche Auslöser einzuschätzen sowie die eigenen Einfluss- und Handlungsmöglichkeiten und Grenzen zu erkennen.
ADA bietet Beratung für Jugendliche und Erwachsene an, die sich von rechtsextremen Zusammenhängen und Einstellungen lösen wollen. Menschen können ihre Überzeugungen ändern – wir begleiten und unterstützen dabei. Zudem steht unsere Beratung auch Angehörigen und Fachkräften zur Verfügung.
veritas (Berlin) – Beratungsstelle für Betroffene von Verschwörungserzählungen (IZRD)
Die Beratungsstelle veritas (Berlin) unter Trägerschaft des Interdisziplinären Zentrums für Radikalisierungsprävention und Demokratieförderung e.V. unterstützt seit 2021 das persönliche und berufliche Umfeld von verschwörungsgläubigen Menschen. veritas (Berlin) möchte Familienangehörige, Freund*innen oder Arbeitskolleg*innen von Verschwörungsgläubigen unterstützen, mit der Situation besser umgehen zu können, ihre Belastung zu reduzieren und ihnen helfen, gegebenenfalls wieder in Beziehung mit der betreffenden Person zu treten. Grundlage der Arbeit der Beratungsstelle ist ein systemischer Beratungsansatz. Auch ohne mit den verschwörungsgläubigen Personen direkt zusammenzuarbeiten, kann so eine langfristige Veränderung in Gang gebracht werden.
Sekteninfo Berlin
Die SektenInfo Berlin ist eine staatliche Beratungs- und Informationsstelle zu konflikthaften Angeboten, sogenannten Sekten, Verschwörungserzählungen und psychologisch manipulierenden Gruppen. Die Beratungen sind vertraulich, systemisch und personenzentriert und können bei Bedarf auch anonym stattfinden. Außerdem bietet die SektenInfo Aufklärung und Information über Merkmale und Strukturen von Verschwörungserzählungen sowie über Methoden von Gruppen mit Verschwörungsglauben. Die Präventionsarbeit an Schulen und Bildungseinrichtungen gehört ebenfalls zum Aufgabenfeld der SektenInfo.
AntiAnti – mediale Pfade e.V.
Das Projekt AntiAnti bietet an digitalen Lebenswelten orientierte Workshops und Fortbildungen zu den Themen Rechtsextremismus, Islamismus und Antisemitismus. Das Workshopangebot richtet sich an Gruppen 14- bis 21-jähriger Menschen in schulischen und außerschulischen Kontexten. Unser Ansatz der Präventionsarbeit greift aktuelle Strategien rechtsextremer und islamistischer Akteur*innen im Netz auf und setzt gleichzeitig an medialen Nutzungsgewohnheiten von Jugendlichen an. Ziel ist es, die Teilnehmenden für menschenverachtende Ideologien zu sensibilisieren und Strategien für eine selbstbewusste Auseinandersetzung mit ihnen zu entwickeln. Die Fortbildungen richten sich an pädagogische Fachkräfte, die sich einerseits im Umgang mit Ablehnung und Hass im Netz weiterbilden wollen und andererseits direkt mit Jugendlichen arbeiten, die von ihnen beeinflusst sind.
MBT – Stiftung SPI
Das Mobile Beratungsteam Berlin unterstützt die Berliner Stadtgesellschaft im Umgang mit Chancen und Herausforderungen von Vielfalt und Verschiedenheit. Zur Auseinandersetzung mit Diskriminierungen, demokratiedistanzierten Haltungen, gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sowie bei vorurteilsbasierten Konflikten im Gemeinwesen bietet das MBT Beratung, Prozessbegleitung, Fortbildungen, Moderationen und Fachinformationen an. Ziel ist es, Teilhabe, Engagement und demokratische Haltungen zu stärken. Das Angebot des MBT richtet sich insbesondere an Multiplikatoren und Multiplikatorinnen aus den Bereichen Bildung, Soziales, Kinder- und Jugendhilfe, Politik und Verwaltung, öffentliche Sicherheit und Justiz, Stadtentwicklung, sowie Migration und Integration.
Pling Kollektiv
Das Pling Kollektiv bietet Workshops zum Thema „Populismus in den sozialen Medien“ sowie weitere Formate aus dem Bereich Demokratie- und Medienbildung, beispielsweise zum Thema KI und Fake News. an. Die Workshops richten sich an Schulklassen und/oder Jugendgruppen ab 13 Jahren. In den Workshops wird zunächst gemeinsam erarbeitet was Populismus ist und welche Tricks Populist:innen nutzen, um Menschen zu manipulieren, insbesondere im Kontext der Analyse von .TikTok-Videos. Abschließend gehen wir noch der Frage nach was Algorithmen und Filterblasen sind und was diese mit Populismus in den sozialen Medien zu tun haben. Neben Workshop-Angeboten für Jugendliche bietet das Pling Kollektiv Fortbildungen für Fachkräfte und Multiplikator:innen an und setzt Projekte zur Kinder- und Jugendbeteiligung um.
VIVA – Verschwörungsdenken individuell verstehen und auffangen (Förderung 2024 beendet)
Violence Prevention Network gGmbH ist eine NGO, die seit über 20 Jahren erfolgreich in der Extremismusprävention sowie der Deradikalisierung und Distanzierungsbegleitung tätig ist. Ziel ist, dass radikalisierte oder radikalisierungsgefährdete Menschen durch pädagogische Maßnahmen ihre Einstellungen und ihr Verhalten ändern, dass sie weder sich noch andere gefährden, um Extremismus jeder Art vorzubeugen. Da Verschwörungserzählungen einen Faktor in Radikalisierungsprozessen darstellen können, bietet Violence Prevention Network auch Angebote für Multiplikator*innen an, die Wissen zu den Mechanismen hinter Verschwörungserzählen vermitteln und Handlungskompetenz im Umgang mit Verschwörungsgläubigen stärken, z. B. im Projekt VIVA – Verschwörungsdenken individuell verstehen und auffangen.
entschwört. Beratung zu Verschwörungsmythen im persönlichen Umfeld.
Das Beratungsangebot bei entschwört. richtet sich an Personen, die in ihrer Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis verschwörungsideologische Aussagen wahrnehmen und einen Umgang damit finden möchten oder aber müssen. Ziel ist, die bei An- und Zugehörigen entstandene Handlungsunsicherheit zu vermindern und sie in der zumeist emotional sehr belastenden Auseinandersetzung zu unterstützen. Darüber hinaus bietet das Demokratieprojekt des Trägers pad gGmbH – präventive altersübergreifende Dienste im sozialen Bereich in enger Kooperation mit der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin Workshops für Fachkräfte, Multiplikator*innen oder Einzelpersonen an.